Hallo Ulli, es ist doch schon mal schön, dass 3C Carbon den Händler von Ansgar so schnell beliefert hat. Ich denke wir sollten 3C anschreiben und nachfragen ob eine dauerhafte Belieferung möglich ist, denn wir brauchen diese Firma eventuell auch für andere Ersatzteile. Ich jedenfalls würde es mir wünschen wenn wir in Zukunft ein vertrauensvolles Verhältnis aufbauen könnten. Ich denke das wäre für beide Seiten von Vorteil. Wir können bei unserem Treffen alles besprechen. L.G. Hans
Die Fa. Finkl hat mir pro Zündspule 119,- € + MWSt berechnet, der gleiche Preis, den Schimmel hier schon genannt hatte. Mit Versand habe ich dann 244,90 € für 2 Spulen bezahlt. (zum Vergleich: 2014 habe ich schon mal 2 Spulen bestellt, die haben damals 100,- + MWSt gekostet) Ich denke, dass ich mit der schnellen Abwicklung durch 3C Carbon zufrieden sein kann.
Welches Fett hast du bei der Montage der Stabzündspulen verwendet, das von BERU oder ein anderes Silikonfett , zB. Silgrease (das ist ja wesentlich preiswerter) ?
ich will mich ja nicht zu tief einmischen, aber... über was reden wir denn? Der Zylinderkopf wird "schweineheiß". Normales Radlagerfett wird dabei flüssig. Das läuft dann in alle Ritzen. Seid ihr sicher, daß das Fett bei mehreren tausend Volt isolierend wirkt? Das Fett verdrängt einigermaßen zuverlässig alles Wasser. Aber isolieren??? Da schlägt dann der Zündfunke nicht an der Kerze, sondern irgendwie zw den leitenden Elementen und den Metallelementen des Zylinderkopfs...?... Wenn man da was abdichten will, dann nicht in der Nähe der Zündkerze sondern im Bereich weiter oben, ausserdem mit etwas sehr hitzebeständigem und garantiert isolierendem, da mag Silikon gehen, aber dann eben nur oben zw. Zündspule und Zylinderkopf und nicht unten in der Nähe von der Zündkerze. Und ob das dann 100% dicht ist? Die Stelle scheint problematisch, eine optimierte Abdichtung wünschenswert, aber ich selber bin ratlos wie man das machen soll von "normalem" Fett würde ich aus technischer Sicht abraten
Hallo Ansgar, nachdem Dir schon zum zweiten mal die Stabzündspulen abgeraucht sind würde ich mal einen anderen Weg gehen und die Zündspule NICHT mit Silicon oder Fett abdichten. Wenn der Motor heiß wird, dehnt sich die Luft im Kerzenschacht aus bis ein Druckausgleich mit der Umgebung hergestellt ist. Wenn jetzt die Abdichtung zu 100% funktioniert kann kein Druckausgleich hergestellt werden und es entsteht ein Überdruck, der die Zündspule nach oben drückt und eventuell von der Kerze abhebt. Wenn der Motor wieder kalt wird zieht sich die Luft zusammen und es entsteht ein Unterdruck im Kerzenschacht und es wird wieder ein Druckausgleich angestrebt und somit Umgebungsluft angesaugt. Wenn Wasser verdampft nimmt das Volumen sehr-sehr stark zu und somit steigt auch der Druck im Kerzenschacht stark an. Das kann sogar zum Absprengen der Zündspule führen, wenn kein Druckausgleich möglich ist. Da heiße Luft mehr Wasser speichern kann als kalte, wird zwangsläufig auch feuchte Luft in den Kerzenschacht gelangen. In einem geringen Maß ist das bestimmt nicht tragisch und lässt die Kerze eventuell nur korrodieren. Ich denke es ist besser, diesen Druckausgleich nicht zu behindern sondern zuzulassen, dann kann das eingedrungene Wasser bei heißer werdendem Motor sofort entweichen und kann somit auch nicht als Wärmeträger zwischen Zylinderkopf und Zündspule funktionieren. Eventuell kann die Nase an der Zündspule entfernt werden und dort ein kurzes Kunststoffröhrchen eingeklebt werden um eine Verbindung zum Schacht herzustellen. Beim Reinigen des Motorrades sollte jedoch möglichst kein Wasser auf den Ventildeckel gelangen, welches dort in den Vertiefungen stehen bleibt und dann in die Kerzenschächte läuft. L.G. Hans
danke für die Antwort Aber in diesem Fall bin ich definitiv seit der 50000er Inspektion nicht im Regen gefahren. Ich glaube eher, dass die Zündspule schon einen Vorschaden durch frühere Wasserbeaufschlagung hatte und jetzt einfach aus heiterem Himmel heraus den Löffel abgegeben hat.
versuche doch mal, statt dein Wald- und Wiesenfett , folgendes Mittel:
NASP Silikonpaste 464 Silikonfett, gibt es u.A. bei EBAY (der Chef ist auch gesprächsbereit).
Habe damit meine Zündspulen mit Gummidichtung eingeschmiert und die Dinger gehen rein und wieder raus (wie geschmiert)!
Dann gibt es auch noch eine NASP Alu-Seize Motagepaste -150 - + 1950! Grad, damit habe ich die Kerzengewinde und den Exzenter(Kettenspanner) eingeschmiert.
Hallo Ansgar, nochmals etwas zum Thema Zündspule. Wenn die Stabzündspule druck- und vakuumdicht im Kerzenschacht eingesetzt ist kann auch kein Wasser in den Schacht gelangen. Gehen wir einmal von einem kalten Motor mit einer Temperatur von 0 ° Celsius aus und der Zylinderkopf erreicht in der Umgebung der Zündkerze eine Temperatur von 100 ° Celsius, dann steigt der Druck im Kerzenschacht auf p2 = p1 * T2/T1 an. Mit T1 = 271 ° K und T2 = 371 °K [Absolute Temperaturen] und einem Luftdruck von p1 = 1 bar [ =10 N/cm²] erhöht sich der Druck im Schacht auf 1,37 bar [ =13,7 N/cm²]; das bedeutet auf die Zündspule wirkt eine Kraft von F = (13,7-10)* d²/4. (3,7 = Differenzdruck) Mit d=2,9 cm = Dichtungsdurchmesser ergibt dies eine Kraft von ca. F~ 7,8 N. Die Klemmkraft an der Dichtung und der Zündkerze müsste eigentlich ausreichen um die Stabzündspule in Position zu halten. Wenn alles gut abgedichtet ist, wie kommt dann das Wasser in den Schacht und lässt die Kerzen so sehr korrodieren? Prüfe doch einmal ob nicht durch eine kleine Pore im Guss, Wasser vom Kühlsystem in den Kerzenschacht gelangt. Falls jedoch immer eine andere Zündspule betroffen ist, dann scheidet dieser Fehler auch aus. Bleibt dann nur noch die ungenügende Kühlluftzufuhr an die Stabzündspulen übrig, ggf. könnte man das durch eine Zwangsbelüftung verbessern. Eventuell könnte man auch versuchen das Luftvolumen im Kerzenschacht zu reduzieren, damit kein Platz mehr für eindringende Feuchtigkeit vorhanden ist. Das eingebrachte Material müsste folgende Eigenschaften haben: - gute elektrische Isolation - schlechte Wärmeleitfähigkeit - wasserabweisend - keine Klebekraft Am besten beim Zahnarzt ein Hohlraum-Abdruck machen lassen und diesen Abdruck einsetzen. L.G. Hans
Hallo Hans, ich halte Deinen letzten Vorschlag (= die Luftmenge im Kerzenschacht zu verringern) für sehr gut! Ich erkläre mir die Feuchtigkeit im Kerzenschacht nämlich so: es gibt eine gewisse Luftmenge im Schacht zw. Kerze und Zylinderkopf, wird der Motor warm, wird die Luft warm, sie dehnt sich aus und der Überdruck "möchte" raus. Die Oberflächen des Zylinderkopfs sind dort unbearbeitet = keine Dichtflächen und überhaupt: Luft unter Überdruck entweicht durch feinste Ritzen und Spalte, da hilft auf Dauer auch keine Dichtmasse (man bräuchte geschliffene Dichtflächen und Flächen die mit echtem Druck aufeinander gepresst werden.) D.h. wir müssen uns damit abfinden, daß beim Wärmerwerden des Motors und längerer Laufzeit die überschüssige Luftmenge entweicht! Nun halten wir an dem Würstelstand, trinken in Ruhe ein klitzekleines Pils dazu und die Karre steht und kühlt ab: es entsteht ein Unterdruck, wenn die Luft wieder kälter wird, es braucht eine extrem gute, passgenaue und gepresste Dichtfläche, um das Ansaugen von Luft zu unterdrücken. D.h. wir müssen uns damit abfinden, daß beim Kälterwerden des Motors, Luft angesaugt wird. Diese Luft enthält Luftfeuchtigkeit - bei normalem Wetter wenig, bei Regen / nassem Motor etwas mehr. Diese Luftfeuchtigkeit kondensiert im Schacht. => mit einer Dichtung kann man verhindern, daß Wassertropfen hereinlaufen und dafür muss die auch sein, aber zusätzlich haben wir eine gewisse Menge Kondenzwasser von atmender Luft im Schacht! Je weniger Luftraum desto weniger Luftvolumen atmet mit jedem Warm-/Kaltwerden.
Hallo Ulli, ich denke auch dies ist die wirksamste Methode um möglichst wenig Wasser in den Kerzenschacht zu bekommen. Wenn bei mir die Ventileinstellung fällig ist, dann werde ich das ausprobieren. L.G. Hans
Hallo liebe Horexfreunde, keiner hat es gemerkt, ich habe bei der Fläche den Faktor 3,14 vergessen richtig ist F = (13,7-10)* 3,14*d²/4. (3,7 = Differenzdruck). Also ist die Kraft F = 24,4 N und keine 7,8 N. Ich denke auch diese Kraft reicht noch nicht aus um die Zündspule aus dem Schacht zu drücken. L.G. Hans
Hallo Hans, um ehrlich zu sein, habe ich die Rechnung nicht nachvollzogen, da da meines Erachtens schon ganz am Anfang eine Randbedingung nicht stimmt: der von Dir angesprochene Druck würde sich nur aufbauen, wenn die Luft nicht entweichen würde. Ich bin mir sicher, daß die Dichtflächen nicht eben genug sind und der Druck der Gummifläche auf die Fläche im Kerzenschacht nicht hoch genug. Schon wenn sich nur ein Teil des Drucks aufgebaut hat, wird die Luft nach und nach austreten... Naja - und wenn nicht, dann würde der Kerzenstecker trotzdem am Platz bleiben, da gebe ich Dir schon Recht. Nixfürungut Ulli