Das ist das Motorrad vom ehemaligen Technikchef von Horex. Sein Name ist Robert Rieder. Es hat eine Prototypenzulassung und einen selbst geschweißten Gitterrohrrahmen.
Mir ist schon etwas komisch bei dem Gedanken, das ich hier in einer Rakete sitze, welches aus den Zuschlägen an den billigsten Anbieter entstanden ist. Zitat von Neil Armstrong (Erster Mensch auf dem Mond)
Hallo Felix, der Robert, war beim letzten Treffen im Schwarzwald mit dabei.Der Schweinwerfer, ist übrigens von einer Zündapp, den hatte er grade zur Hand. Gruss Frank
Zitat von Max Torque im Beitrag #6Vielleicht erinnert sich noch jemand an die Sound of Singles Rennserie und die erfolgreichen UNO Gitterrohrfahrwerke…. Da schließt sich der Kreis.
Danke für den Hinweis und Dank Google fand ich folgenden aufklärenden Artikel:
ZitatWas ist eigentlich eine UNO?
1998 fand der MOTORRAD-Redakteur Werner "Mini" Koch den Motor der Suzuki TL 1000 S so gut, daß er sich entschloss mit den renommierten Fahrwerksbauern Sam Wassermann und Robert Rieder von der Firma Uno-Fahrzeugbau, ein Fahrwerk zu bauen. Die Firma UNO ist in Sportfahrerkreisen bekannt für ihre Gitterrohrfahrwerke für Einzylindermotoren. Damit nehmen und nahmen verschiedene Fahrer wie Tommi Körner und eben auch Werner Koch an Sound of Singles Rennen recht erfolgreich teil. Nicht daß die Suzuki ein schlechtes Fahrwerk hätte, aber für einen Racer fehlt der letzte Feinschliff. Es sollte an Stabilität einer Ducati ebenbürtig sein, ohne jedoch deren Unhandlichkeit zu übernehmen. Handlich und zielgenau sollte es sein. Und so wurde aus 35mm starken Rohren ein Gitterohrrahmen konstruiert. Der Rotationsdämpfer und die Feder neben dem stehenden Zylinder wurden durch ein direkt auf der Schwinge montiertes Wilbers-Federbein ersetzt. Alle anderen Teile der TL 1000 S sollten daran passen um eine Kleinserie zu ermöglichen. Im Endergebnis steht die Gabel mit 67° etwas steiler, der Motor sitzt 20mm weiter vorne und der Tank und die Sitzbank sind näher an den Lenkkopf gerückt. So sind mindestens 50 Prozent des Gewichtes auf dem Vorderrad. Die Firma Speer in Reutlingen, unter anderem auch Suzuki-Vertragshändler, fand die Idee so gut, daß daraus schließlich eine Kleinserie wurde. Etwa Fünfzig Rahmen sollen produziert worden sein. (Quelle: PS 7/99, www.classic-motorrad.de)
....und noch ein erhellender "MOTORRAD"-Beitrag aus der Sound of Singles Aera:
Zitat Werner Koch 07.11.2013
MOTORRAD-Redakteur und Ex-SoS-Treiber Werner Koch Namhafte Hersteller wie Rumi, Gallina und Bimota aus Italien oder Kobas aus Spanien entwickelten blitzsaubere Rennmaschinen mit getunten japanischen Einzylindermotoren. Das Meisterstück im SoS-Motorenbau aber kam aus dem bayerischen Penzberg. Unter dem Kürzel BMR konstruierte Rupert Baindl auf Basis der Suzuki DR 800 einen Rennmotor der Superlative. Über 100 PS soll der Motor mit Apfelbeck-Zylinderkopf in seinen besten Zeiten mobilisiert haben. Katja Poensgen räumte damit 1998 die SoS-Europameisterschaft ab.
Dass die Spielwiese auch eine immense technische Herausforderung war, beweisen zwei der maßgeblichen SoS-Konstrukteure: KTM-Ingenieur Wolfgang Felber zeichnet für die weltmeisterlichen Moto3-Rennmaschinen von KTM verantwortlich, und BMR-Konstrukteur Rupert Baindl entwickelte den neuen, einzigartigen VR6-Motor für Horex. Aber auch Meinrad Huber mit seiner Gollum ist der SoS-Szene bestens im Gedächtnis geblieben. Nicht unbedingt als Genie, aber als einer der bunten Hunde, die aus dem heutigen Fahrerlager völlig verschwunden sind. Schade drum.
Ich habe noch ein Meisterstück vom genialen Motorenentwickler Rupert Baindl gefunden:
ZitatAm Lehrstuhl für Verbrennungsmotoren an der Fachhochschule München wird der Neander-Motor auf Herz und Nieren geprüft. MOTORRAD besuchte das Entwicklungsteam bei der Arbeit. Das Erstaunliche ist, dass der Motor tatsächlich funktioniert. Und wie! Rot glühen die Auspuffkrümmer bei der Volllastmessung auf dem Motorenprüfstand der Fachhochschule München. Dort lehrt Professor Werner Bauer im Fachbereich Maschinenbau das Spezialgebiet Verbrennungsmotoren und hat einen Narren an den Neander-Leuten und ihrem Projekt gefressen. »Ich finde das unglaublich, mit welcher Energie und mit welchem Können Rupert Baindl und seine Leute an dem Motor arbeiten. Das müssen wir einfach unterstützen«, meint er und erhöht die Drehzahl des bereits sichtlich bemühten Diesels nochmals um 300/min. »Bis jetzt ist er schon 55 Stunden auf dem Prüfstand gelaufen, ohne dass etwas kaputt ging.«
eine Neander-Diesel mit kieler Nummernschild steht in Suhl im Museum. Die Betonung liegt auf " steht ", meine Anfrage zur Probefahrt wurde leider nicht in meinem Sinn beantwortet. Ziemlich imposantes Teil. Ich habe sie fotografiert, finde das Foto aber nicht.
Bild entfernt (keine Rechte)Bild entfernt (keine Rechte) Fotos gefunden! Ich weiß, dafür gibt's keinen Nobelpreis, aber Ihr könnt ein bischen vom Moppett sehen.