Auf der Rückfahrt am So. habe ich auf einem Parkplatz in einer langsamen und eng gefahrenen Kurve mit dem Tankrucksack den Anlasser betätigt: häßliche Geräusche von der rechten Seite. Beim Starten wieder diese Geräusche und bis ca 2000U/min lief sie unrund und rappelig. Kürzesten Weg nach Hause ( max. 100km/h, letzter Gang ) gewählt und auf der Autobahnabfahrt gemütlich die Kupplung gezogen ... Motor aus und sprang nicht mehr an ( Anlasser dreht, keine Fehlermeldung ). Rest per Hänger zur Garage und Ölfilter abgeschraubt: keine metallischen Partikel zu erkennen. Steht jetzt bei Schneider / Voerde und wartet auf die "Autopsie". Ja, mein Fehler, aber bei einem modernen FZ bei laufendem Motor Anlasser betätigen können?
Hallo Claus, Ich befürchte da hast Du was im Antrieb geschossen. Ob meine auch startet bei laufendem Motor weis ich nicht? Ausprobieren mag ich es so nicht. Bestell Knut Schneider viele Grüsse von mir. Peter
deine Beschreibung ergibt noch kein abschließendes Bild für mich.
Das der Anlasser bei laufenden Motor ausrückt habe ich jetzt auch nicht vermutet, geschweige denn probiert. Ich mag nicht spekulieren, es hört sich aber so an als würden hier gleich zwei Probleme zusammen kommen. Woher diese häßlichen Geräusche mit klappern und rappeln? Ursächlich Steuerkette?
Frage: Dreht der Anlasser leer durch oder den Motor noch mit?
Ich befürchte es hat das obere Zahnrad beschädigt.(mit Drehmomentbegrenzer und Freilauf?) Knut wird es prüfen. Mich wundert nur das der Starter funktioniert wenn der Motor läuft, da das Anlasserstartrelais direkt über die ECU angesteuert wird. Jetzt heißt es abwarten bis neue Infos kommen:( Gruss Peter
Hallo Claus eigentlich dürfte eine Betätigung des Anlassers bei laufendem Motor keinen Schaden verursachen. Der Anlasser ist über einen Freilauf mit der Kurbelwelle verbunden. Sobald die Drehzahl des Motors höher ist als die Anlassdrehzahl wird kein Drehmoment mehr vom Anlasser übertragen. Anders ist es beim Auto, hier rastet ein Zahnrad in die Schwungscheibe der Kupplung ein und deshalb kann ein zweiter Startversuch erst nach der Abschaltung des Motors vorgenommen werden. Ich denke du hast den Not-Stopp betätigt und dann im Anschluss den Anlasser. Auch dabei dürfte eigentlich nichts beschädigt werden. Ich bin gespannt was die Ursache ist, hoffentlich ist dir nicht die Steuerkette übersprungen. L.G. Hans
ich kann noch nicht mit einer Diagnose dienen. Wir sind mitten in der Motorradsaison und die Werkstätten sind ausgebucht; sobald ich was weiß, werde ich es bekannt geben. Von meinen Freunden bekam ich folgende Aussage: es hörte sich so an, als ob der Anlasser während der Fahrt mitdreht. Im Stand bzw. bei Leerlaufdrehzahl war nichts Außergewöhnliches zu hören. Nur beim Anfahren und bei niedrigen Drehzahlen fühlte sich der Motor träge/schwerfällig an. Beim Starten ( nachdem ich mich von der Truppe verabschiedet hatte ) gab´s wieder Geräusche, die sich wie lose oder fremde Teile in einem dynamischen System anhörten. Auf der Autobahn bis max.120 alles normal.
Nachtrag: Ob ich mit 100 oder 120 Sachen zurück bin, kann ich mit Sicherheit nicht mehr sagen. Laut Aussage der Werkstatt dreht der Motor mit, aber springt nicht an. Verdacht auf zu geringe Kompression, Kette übergesprungen und Ventile verbogen und/oder Kolben gelocht? Die "häßlichen Geräusche" sind jetzt nicht mehr zu hören.
Hallo Claus, wieviel Km ist deine Horex bereits gelaufen? Das Problem mit der Steuerkette sollte erst bei mehr als 10000 Km auftreten. Über die Stomaufnahme des Anlassers kann deine Werkstatt eventuell feststellen ob der Motor auf allen Zylindern noch Kompression hat. Gruß Hans
Hallo** sollte nicht sein, daß der Anlasserdruckknopf einen Befehl annimmt, wenn der Motor schon dreht. Ich mag das aber auch nicht probieren!! Anbei ein Bild von der Kraftübertragung des Anlassers auf die Kurbelwelle - mal so zum Anschaulich machen. Der Anlassermotor trägt das klitzekleine Ritzel ganz oben in der Kaskade. Die Kraft geht über 5 Zahnräder. Wenn es einen Freilauf gibt - wie ich mir auch gut vorstellen könnte, dann sitzt der auf dem großen Ritzel auf der Kurbelwelle. Der könnte theoretisch auch festgehen, wenn er "mißhandelt" wird. Wäre ein leicht zu findender Fehler aber ein teures Ersatzteil Ich wünsche viel Glück... UlliBild entfernt (keine Rechte)
da hänge ich noch eine Anmerkung dran: wenn der Freilauf festgegangen ist, ist der Anlasser die letzten Kilometer auf dem Heimweg immer mitgelaufen. Der Anlassermotor mit seiner Lagerung ist ausgelegt für max. 1.500U/min. Beim Fahren werden sicherlich 2. bis 4.000U/min genutzt, selbst wenn man zurückhaltend fährt. Wenn wirklich der Freilauf getauscht wird, muß man unbedingt auch den Anlasser auf Folgeschäden überprüfen. Evtl. sind es die Lager des Anlassers, die so jämmerliche Geräusche machen.
habe am Wochenende den ersten Befund per Telefon erhalten: die Einlaßventile hat´s erwischt. Das Moppett hat knappe 12000km hinter sich, die 10000er wurde im Winter gemacht ( dazu habe ich auch etwas im Forum geschrieben ). Ich werde sobald wie möglich die Werkstatt aufsuchen und Euch dann informieren.
Wenn der Anlasser längere Zeit mitläuft, bleibt es nicht nur bei mechanischen Schäden. Ich hatte mal den Fall, das bei einer Werkslok ( dieselelekrisch, 4-Achser ) der Anlasser mitlief und der Lokführer das erst später bemerkt hat. Batterie und Anlasser waren so heiß, daß man diese ohne dicke Handschuhe nicht anpacken konnte. Wir haben dann mit Kantkolz und dickem Rohr die Batteriekabel gekappt, die Kabelisolierung war kurz vorm Tropfpunkt.
Der Motor ist seziert: die Einlaßventile haben die Kolben berührt und werden getauscht. Alles anders ist i.O. und sieht ladenneu aus. Jetzt heißt es warten auf die Ersatzteile und hoffen, daß die Ersatzteilversorgung besser klappt als die Kommunikation mit Neu-Horex. Aus einem Gespräch mit einem Service-Mitarbeiter des Motorradhauses habe ich herausgehört oder glaube es so deuten zu können, daß man bei Neu-Horex an einer Verbesserung der Steuerkettenbaugruppe arbeitet. Vielleicht kann ich dieses Jahr noch Horex VR6 fahren, damit meine ich meine!