Hallo** ich hatte (!!) ein Problem an meiner Horex, welches ich hier kurz schildern will. Nicht weil ich noch Hilfe benötige, sondern weil vielleicht andere auch ein ähnliches Problem haben und gern nachlesen, was - bei mir - die Ursache/Abhilfe war. Beim Drücken des Anlasserknopfs hört man ein leises Klacken vom Anlasserrelais, aber der Anlasser dreht nicht. Dafür geht die Tankanzeige auf Null. ?!? Ich hatte den Eindruck, daß die Spannung am ganzen Moped zusammenbricht. Dieses Verhalten trat aber wackelkontaktmäßig auf : mal drehte der Anlassermotor gut durch und ich konnte gut fahren, mal ging nix ausser der Tankanzeige auf Null. Folgende Gedanken hatte ich mir gemacht: - wenn die Batterie schlapp wäre, würde ja der Anlasser wenigstens langsam drehen => Batteriespannung im Leerlauf (= ohne Last) gemessen 12,8 V - schien mir o.k. - wenn der Kabelbaum irgendwo angeschliffen wäre und je nach Lenkerstellung mal vom Rahmen Masse auf die Anlasserkabel gäbe, könnte dies den Zusammenbruch der Spannung bewirken - wenn der Anlassermotor eine Macke hat, könnte er evtl. stehenbleiben und beim Bestromt werden die volle Stromleistung der Batterie runter ziehen - wenn der Handschalter=Anlasserknopf wegen einem Schaden dort den Stromzum Relais auf Masse legt - dann würde das Anlasserrelais nicht "klaken" - fällt aus Ein weiteres Phänomen war noch, daß seit einiger Zeit im unteren Drehzahlbereich zw 1500 und 2500U/min der Motorlauf weniger "rund" war als früher. Diese Erscheinung habe ich aber nicht mit dem Anlasser-"Wackelkontakt" in Verbindung gebracht.
Ich war dann mit dem Problem bei einem Forumskollegen. Der vermutete die Batterie als Ursache mit dem Argument, daß die Steuerung laufend eine Spannungsprüfung macht und bei "signifikanter" Unterspannung den Anlasser nicht mit Strom versorgt. Ausserdem kann eine niedrige Batteriespannung die Ladung der Zündspulen verschlechtern, was man aber nur niedrigen Drehzahlen merkt, bei höheren Drehzahlen schafft die LiMa die nötige Spannung. Test : Powerpack an die Batterie gehängt => siehe : die Kiste springt verlässlich an !! => neue Batterie hat den "Wackelkontakt" beseitigt - offensichtlich hat die Batterie beim Versuch den Anlassermotor zu versorgen soviel Spannung verloren (< 10 V), daß die Elektronik beschlossen hat es gar nicht erst mit einem Start zu versuchen...
Ich stamme aus der Generation, die noch den Anlasserjodler vom Fredl Fesel (siehe YouTube) von seinen Fahrzeugen kennt und nie darauf gekommen wäre, daß eine "technische Instanz" beschließt, daß ein langsames Drehen des Anlassers nicht wünschenswert ist. Nu bin ich schlauer :-)
Deine Erlebnisse entsprechen genau dem, was ich letztes Jahr erlebt habe. Nur bei mir sprang sie immer irgendwie an (merkte dies dann aber bei der Fahrt, aber nur in jenen Fällen wo sie schlecht angesprungen war), ausser als ich nach dem Service abfahren wollte, der die schwächelnde Batterie eigentlich hätte ersetzen sollen (aber gemäss Batterietester sei die noch in Ordnung gewesen ), da ging gar nichts mehr und der Anlasserstrom riss die komplette Spannung zusammen. Nun ich liess die Horex gleich stehen und nahm das Ersatzmopped wieder mit. Rechtzeitig vor dem letztjährigen Treffen gab's dann doch noch die neue Batterie (die Du jetzt hast) und meine Horex schon lange nicht mehr so sauber und fein gelaufen. Am Edersee wurde mir dann erklärt, dass die Zündung der grösste Verbraucher ist und wenn die Batterie schlecht wird, auch die Zündung schlecht wird. (Ich glaube dies ist jedoch auch bei höheren Drehzahlen, zwar hat der Alternator mehr Leistung - aber wieviel davon lässt der Laderegler durch - aber auch die Zündung braucht deutlich mehr Strom weil ja auch mehr Zündfunken zu produzieren sind). was lernen wir? wenn die Batterie schwächelt und mehr als fünf Jahre alt ist, dann lohnt sich das testen nicht mehr. Der Wechsel steht sowieso kurz bevor und ein Ausfall ist immer im dümmsten Moment.
Ich weiß nicht wie ich das jetzt schreiben soll, ohne das es den üblen Beigeschmack von Klugscheißerei oder eines nachtretens rüber kommt.
Es ist doch so, das ich mich oft Frage, wieso haben andere Fehler die bei mir nicht auftreten bzw. die viele andere nicht haben.
Und dann fällt mir auf was ich anders machen.
Wenn ich Reifen wechseln prüfe ich meine Radlager und warte nicht das sie beim fahren knacken.
Ich erneuere Bremsbeläge bevor sie so verhärtet und verglast sind das sie meine Bremsscheiben fressen.
Ich wechsel mein Gabelöl und die Teflonbuchsen bevor es klappert bzw undicht wird.
Ich wechsel meinen Kettensatz, bevor die Glieder knacken und die Zahnräder aussehen wie das Schneidblatt einer Brotschneidemaschine.
Und ich erneuere nach 7 Jahren meine Batterie .... da ich davon ausgehe das Horex seinerzeit keine unsterblichen Batterie verbaut hat.
Ihr merkt schon wo ich drauf raus will.
Erfahrungsgemäß gibt es Lebenszeiten bestimmter Bauteile.
Natürlich kann man eine Zitrone bis auf den letzten Tropfen auspressen ... die Frage ist nur ob es sinnvoll ist, es sich rechnet und mir dadurch evtl. der Saft ausgeht wenn ich es nicht gebrauchen kann.
Ich hoffe das wird jetzt so sachlich verstanden wie ich es gemeint habe.
Pflege ist das Zauberwort.
Mir ist schon etwas komisch bei dem Gedanken, das ich hier in einer Rakete sitze, welches aus den Zuschlägen an den billigsten Anbieter entstanden ist. Zitat von Neil Armstrong (Erster Mensch auf dem Mond)