Horex hat heute seine Tore geschlossen. In einer Mitarbeiterbesprehhnung hat der Insolvenzverwalter verkündet das es nicht gelungen ist einen Investor für eine Übernahme zu finden. Alle Mitarbeiter haben ihre Kündigung bekommen und die Firmenschlüssel wurden eingesammelt.
Wie es weiter geht?
Ich weiß es auch nicht. Aber sobald mehr erfahre und ich mir sicher bin das es nicht nur Gerüchte sind, werde ich es hier bekannt geben.
Mir ist schon etwas komisch bei dem Gedanken, das ich hier in einer Rakete sitze, welches aus den Zuschlägen an den billigsten Anbieter entstanden ist. Zitat von Neil Armstrong (Erster Mensch auf dem Mond)
Wenn Horex schliesst, wie Du sagst, macht es Sinn nach bestimmten Sachen beim Insolvenzverwalter nachzufragen ? (Reparaturhandbuch, etc.) Michael (Roadster 105)
ein Reparaturhandbuch gibt es meines wissens nicht. Es gab mal eine Inhousschulung für Horexhändler und einen gut funktionierenden Kundendienst bei Horex ...
Den Insolvenzverwalter einzel anzuschreiben mach wenig Sinn. Ich glaube kaum das er den Ersatzteilversand von Horex abwickeln kann und will. Ich denke es wird über kurz oder lang eine Versteigerung geben bei der jemand das ganze Lager als Konvolut aufkauft und es dann über die Jahre überteuert verkauft ... praktisch wie der Oldtimerversand bei Klassikern.
Mir ist schon etwas komisch bei dem Gedanken, das ich hier in einer Rakete sitze, welches aus den Zuschlägen an den billigsten Anbieter entstanden ist. Zitat von Neil Armstrong (Erster Mensch auf dem Mond)
Von Manue Stehle (service manager Horex) weiß ich, dass es ein "Reparaturhandbuch" in html-Form gibt, auf das die Horex-Vertriebspartner über ihren Händlerzugang Zugriff haben. Ich bin auch brennend an diesem Reparaturhandbuch interessiert... Dieter, vielen Dank für deinen (leider unerfreulichen) Newsletter!
Horex kündigt 29 Mitarbeitern - Update vom 01.12.2014 VR6-Hersteller vorm endgültigen Aus? Beim insolventen VR6-Produzenten Horex ist den 29 Mitarbeitern jetzt gekündigt worden. Das endgültige Aus für die Marke?
Der Geschäftsbetrieb in Augsburg ist eingestellt worden. „Das ist traurig. Wir haben gekämpft. Aber am Standort Augsburg wird es nicht mehr weitergehen“, sagt Insolvenzverwalter Vincenz von Braun. Das 2010 neu gegründete Unternehmen Horex stellte am 28. August Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens. Seit 1. November ist der Hersteller insolvent, am 28. November sind die freigestellten Mitarbeiter gekündigt worden. Bis zuletzt suchte Horex nach einem Investor. Doch die Interessenten sprangen wieder ab. Ein verbliebener Investor konnte sich wegen zu vieler offener Fragen bislang nicht zum Kauf und damit zur Fortführung der Produktion durchringen. Jetzt stehen die Marke und die Patente zum Verkauf.
„Wir kämpfen wie die Löwen“, sagt Vincenz von Braun, der für Horex zuständige Insolvenzverwalter bei anchor Rechtsanwälte. „Wir sind mit zwei Investoren im Gespräch. Vor allem ein motorradbegeisterter Mittelständler aus der Region, zu dem Horex gut passen würde, gibt richtig Gas.“ Derzeit verhandeln beauftragte Rechtsanwälte über die Übernahme. Wenn ein konkretes Angebot vorliegt, entscheidet letztendlich die Gläubigerbank, ob sie den Kauf unterstützt. Horex läuft jedoch die Zeit davon: Bis Ende November muss eine Entscheidung fallen, weil die Angestellten, die noch bis Oktober von der Bundesagentur für Arbeit bezahlt wurden, inzwischen frei gestellt sind und im Dezember gekündigt werden, wenn sich kein Investor für das angeschlagene Unternehmen findet. Teil des Insolvenzverfahrens ist die Gläubigerversammlung, die am 29. Januar stattfindet – unabhängig vom Ausgang der Verhandlungen.
Mir ist schon etwas komisch bei dem Gedanken, das ich hier in einer Rakete sitze, welches aus den Zuschlägen an den billigsten Anbieter entstanden ist. Zitat von Neil Armstrong (Erster Mensch auf dem Mond)
Und damit es über die Jahre nicht verloren geht ... hier der Text.
Hauptsseite: Horex: Kapitel zwei Ende
Mitarbeiter erhalten vom Insolvenzverwalter ihre Kündigung 02.12.14 | Autor / Redakteur: Jan Rosenow / Stephan Maderner
»bike und business«-Redakteur Jan Rosenow kommentiert in seinem Motorrad-Blog „Ras-Mussen“ den wohl endgültigen Niedergang der insolventen Marke Horex. Auf Facebook erhielt ich am vergangenen Donnerstag die Mitteilung eines Horex-Mitarbeiters: „Hallo Stephan, bevor Du es aus anderer Quelle hörst, möchte ich Dir mitteilen, dass es Horex in der Form, wie es die Firma seit 2010 gegeben hat, wohl in Zukunft nicht mehr geben wird. Heute haben alle Mitarbeiter ihre Kündigungen durch den Insolvenzverwalter erhalten. Scheinbar gibt es aber noch Interesse von möglichen Investoren. Ob und wenn ja, wie, wann und wo es dann gegebenenfalls weitergehen wird, ist jedoch offen.“ Der Motorrad-Blog „Ras-Mussen“
Das Horex-Spiel scheint zu Ende, obwohl es noch nicht ganz abgepfiffen ist. Da die »bike und business«-Redaktion dafür bekannt ist, sich ganzheitlich mit dem Thema Motorrad auseinanderzusetzen und dafür selbst in der Freizeit beachtliche Aktivitäten entwickelt, möchten wir Ihnen an dieser Stelle einmal den Motorradblog Ras-Mussen unseres Kollegen Jan Rosenow vorstellen. Am 28. November 2014 finden wir darin folgenden Eintrag:
Der Motorrad-Blog „Ras-Mussen“
Das Horex-Spiel scheint zu Ende, obwohl es noch nicht ganz abgepfiffen ist. Da die »bike und business«-Redaktion dafür bekannt ist, sich ganzheitlich mit dem Thema Motorrad auseinanderzusetzen und dafür selbst in der Freizeit beachtliche Aktivitäten entwickelt, möchten wir Ihnen an dieser Stelle einmal den Motorradblog Ras-Mussen unseres Kollegen Jan Rosenow vorstellen. Am 28. November 2014 finden wir darin folgenden Eintrag: „Als ich vor ziemlich genau viereinhalb Jahren von der Präsentation der neuen Horex in München nach Hause fuhr, war ich mir sicher: Wenn es jemand schaffen kann, eine neue Motorradmarke und -produktion in Deutschland auf die Beine zu stellen, dann diese Leute. Es schien ausreichend Geld zur Verfügung zu stehen, alle Einzelheiten vom Motorenkonzept bis zur Pressearbeit waren generalstabsmäßig durchgeplant, und dann kamen die Macher um Clemens Neese auch noch so sympathisch 'rüber, dass man ihnen einfach alles Gute wünschen MUSSTE. Doch es hat nicht gereicht. Am 28. November 2014 wurde den Mitarbeitern mitgeteilt, dass sie gehen müssen. Das Horex-Kapitel Zwei scheint zu Ende zu sein. Ich habe mir wirklich gewünscht, nicht Recht zu behalten, aber wenn ich mir heute ansehe, was ich damals aus Anlass der Horex-Präsentation über vergleichbare Projekte geschrieben habe, dann lag ich nicht so weit von der Wahrheit entfernt: „Business-Pläne und ein paar Millionen in der Hinterhand haben die auch alle, und meistens schaffen sie es ebenfalls, ein faszinierendes Motorrad zu entwickeln und der staunenden Presse darzubieten. Eine Produktion aufzubauen gelingt dann schon nicht mehr in jedem Fall, und wenn doch, dann scheitern sie spätestens an den Mühen der Ebene. Garantiekosten, Rückrufaktionen, Händlerunterstützung, Werbung, Entwicklungskosten für neue Modelle usw. fressen den spärlichen Cash-flow auf, hochfliegende Wachstumspläne verwirklichen sich nicht, und nach ein paar Jahren bleibt nur der Gang zum Insolvenzrichter.“ Diesen hat das Augsburger Unternehmen bereits am 28. August angetreten; seither bemühen sich Clemens Neese und der Insolvenzverwalter um neue Investoren oder Eigentümer. Ein Interessent ist wohl noch im Rennen, aber an einer Übernahme des kompletten Unternehmens inklusive Mannschaft ist dem wohl nicht gelegen. Noch gestern sagte mir ein Mitarbeiter mit dem typischen Unglauben des enttäuschten Enthusiasten: „Es kann doch nicht sein, dass Clemens Neese damals nur mit einem Blatt Papier in der Hand eine zweistellige Millionensumme auftreiben konnte, und heute gibt es niemanden, er auch nur ein Zehntel dieser Summe für eine komplette Firma mit einem funktionierenden Produkt ausgeben will?“ Das erscheint wirklich unglaublich, wenn man bedenkt, dass Daimler vor ein paar Wochen für wohl sehr viel mehr Geld 25 Prozent an MV Agusta erworben und Audi für Ducati über 860 Millionen bezahlt hat. Andererseits kann man auch sagen: Früher konnte man noch an das Horex-Geschäftsmodell glauben - heute weiß man, dass es nicht funktioniert hat.
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Am Preis allein lag es nicht
Über die Gründe für das Scheitern diskutiert die Motorradgemeinde schon seit Monaten. Meistens beschränkt man sich dabei aber auf die technischen Schwächen bzw. die Diskrepanz zwischen den ursprünglichen Ankündigungen (Kompressor! Zahnriemen! 200 PS!) und der Realität. Oder man lastet es ausschließlich der Preisgestaltung an. Ich glaube, beides greift zu kurz. Horex hat es nämlich nicht geschafft, genügend deutsche Händler für sich zu gewinnen – und größere Auslandsmärkte wurden erst gar nicht in Angriff genommen. Nur rund 25 Vertriebspartner gab es letztlich. Angeblich sollen manche etablierte Marken ihren Partnern durch einen Wink mit der Bonuskeule bedeutet haben, sich nicht mit Horex einzulassen. Wenn man bedenkt, dass ein Händler schon verdammt gut sein muss, um von einem solchen Motorrad mehr als eine Handvoll Einheiten loszuschlagen, dann ist es kein Wunder, dass Horex nicht weit über 100 Neuzulassungen hinauskam. Das kann natürlich niemals ausreichen, um die Kosten zu decken. Ein weiterer möglicher Grund: Durch das Vertriebskonzept des Herstellers, der den eigentlichen Verkauf selbst abwickelte und dem Händler nur eine Vermittlungsgebühr zahlte, fehlte sicher der letzte Verkaufsdruck im Händlernetz.
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Von der Neumaschine direkt zum Garagengold
Gut möglich, dass die letzten Neumaschinen den Händlern nun aus den Händen gerissen werden. Bei der geringen Gesamtstückzahl dürften sie sich sehr schnell in Garagengold verwandeln. Motorkonzept, Fahreindruck und Design sind schließlich einzigartig. So ein Motorrad wird es nie wieder geben. Und es steht zu befürchten, dass sich in Deutschland auch nie wieder ein Enthusiast findet, der eine alte Motorradmarke wiedererwecken oder eine neue begründen will – und selbst wenn, dann wird ihn kein Geldgeber auch nur anhören. Ras-mussen sagt Good-bye Horex. Und wünscht den Mitarbeitern alles Gute für die Zukunft.“
Quelle: Bikeundbusiness vom 02.12.14 von Autor / Redakteur: Jan Rosenow und Stephan Maderner
Mir ist schon etwas komisch bei dem Gedanken, das ich hier in einer Rakete sitze, welches aus den Zuschlägen an den billigsten Anbieter entstanden ist. Zitat von Neil Armstrong (Erster Mensch auf dem Mond)
Mir ist schon etwas komisch bei dem Gedanken, das ich hier in einer Rakete sitze, welches aus den Zuschlägen an den billigsten Anbieter entstanden ist. Zitat von Neil Armstrong (Erster Mensch auf dem Mond)
Hallo Horexfreunde
Heute hat mir der Insolvenzverwalter RA Vincenz von Braun auf meine Nachfrage nach Informationen, Werkzeug, Maschinenmodellen, Ersatzteilen per Mail geantwortet:
Er sucht noch einen Interessenten, der alles zusammen übernimmt. Wenn das nichts wird, soll sich ein "Verwerter" melden, der mich über Kaufmöglichkeiten/etc. informiert.
Ich warte jetzt mal ab, und werde nachhaken, wenns neues gibt.
Ich werde Euch informieren.
Ich weiss noch nicht, wie wir vermeiden können, dass wir bei einer Versteigerung uns gegenseitig hochbieten.[kreis]
Michael (Roadster 105)
Um viel Geld und mindestens die monatlichen Löhne von 30 Mitarbeitern. Ohne die Finanzlage der einzelnen User zu kennen ... behaupte ich mal das es zu viel Geld ist. Obwohl mir die Idee an sich gefällt.
Mir ist schon etwas komisch bei dem Gedanken, das ich hier in einer Rakete sitze, welches aus den Zuschlägen an den billigsten Anbieter entstanden ist. Zitat von Neil Armstrong (Erster Mensch auf dem Mond)
Hallo Horexfreunde,
...den Gedanken von "Übernehmen" von Horex aus meiner Sicht:
a.) wir übernehmen keine Mitarbeiter, die sind ja gekündigt.
b.) das Paket des Insolvenzverwalters dürften die materiell noch existierenden Sachen (Motorräder(Homologationsmaschinen, Modelle), Werkzeug, Fahrzeuge(1 Anhänger, Benz Vito), vielleicht Ersatzteile, Computer etc. sein. Grob geschätzt ohne Details: 10 Moppeds beim Preis von 20 Mille ist 200.000 €. Das denk ich schafft auch ein "Verwerter" rein.
c.) Dann gibts aber auch noch inmaterielle Werte wie den Markennamen Horex, Patente, etc. Bei so was gehen Bewertungsmöglichkeiten nach meiner Erfahrung weit auseinander. Aber unter 20 bis 50 Mille, denke ich behält der Insolvenzverwalter diese Rechte noch und pokert ein paar Jahre (in denen er ja Bezahlung erhält).
KONSEQUENZ:
- für nen gemeinnützigen noch zu gründenden Club ist der Gesamt- Happen zu groß;
- aber vielleicht können wir uns gegenseitig helfen mit: 1. Austausch Infos (Werkstatthandbuch, Lieferanten, etc.); 2. Vielleicht doch ein paar Verschleißteile kriegen und einlagern;3. Uns gegenseitig bei der Versteigerung nicht hochjubeln, sondern Infos, etc. gegenseitig zur Verfügung stellen.
Wobei eigentlich ein Club schon mal nicht schlecht wäre.
Michael (Roadster 105)