Aber ich bastle viel lieber an einer Regina herum als an einem V6-Motor, wo nebst mechanischem Wissen in Zukunft, auch noch Elektronik Know How gefordert sein wird.
So, weiter ging es. Nachdem sich die Chefin auf die Couch begeben hat um dem Fernsehproramm zu folgen bin ich in die Moppedgarage. Mir ging das einfach auf den Sack das es nicht weiter geht und die ganzen Kleinteile da unten so offen auf dem Tisch lagen. Ruckzuck ist was weg oder runtergefallen ... und wie immer war es dann keiner. Der Gedanke daran ging mir auf den Sack. Also Nachtschicht mit Pfeife, Bier und Computermucke.
Hier nochmal ein paar Bilder:
Ein Ebay billigbocker Schaftdichtungswechselset aus China. zwei Bilder der Ventil ohne Federn ... einmal mit Schaftdichtung, einmal ohne Schaftdichtung zwei Bilder der alten Schaftabdichtungen einmal der aufgesetzte Niederhalter einmal die Schaftabdichtung mit Einführhilfe (Schrumpfband) und Einschlagdorn.
Mir ist schon etwas komisch bei dem Gedanken, das ich hier in einer Rakete sitze, welches aus den Zuschlägen an den billigsten Anbieter entstanden ist. Zitat von Neil Armstrong (Erster Mensch auf dem Mond)
Hallo Dieter,
toll dass Du uns diese Bilder einstellst. Für das Reparaturhandbuch ist das sehr wertvoll. Wie ich sehe kannst Du die Ventile durch die Zündkerzenbohrung oben halten. Ein abnehmen des Zylinderkopfes wäre ja auch nur mit einer kompletten Zerlegung des Motors möglich, da die Zuganker von unten eingeschraubt sind.
Dieter, wenn Du fertig bist, dann kannst Du ja eine exklusive Horex VR6 Reparaturwerkstatt eröffnen.
L.G.
Hans
ich hoffe Dein Urlaub war schön, und Du hast Dich nicht zu sehr nach Deinem offenem Motor gesehnt... - sieht ja interessant aus... - hast Du an den Schaftdichtungen etwas feststellen können? Richtung Ölverbrauch? Warum werden die überhaupt von Dir ausgetauscht?
Ertsmal Danke für das Lob. Aber ich würde meine Fähigkeiten jetzt nicht überbewerten. Um das jetzt in großem Stil zu machen ... da habe ich gar keine Zeit für. Leider bin ich in der mißlichen Lage noch arbeiten gehen zu müßen. Aber als Rentnerbeschäftigung wäre es toll.
Die Kette und der Kettenspanner mußten neu. Wenn ich dann sowieso alles auseinander hatte könnte ich auch gerade die Ventile einstellen. Das ist dann auch nicht mehr Aufwand. Die Ventilschaftabdichtungen habe ich gemacht, weil es beim Gasgeben nach dem Schiebebetrieb eine blaue Wolke aus einem Auspuff rausgehauen hat. Da ich durch das Ventile einstellen sowieso die Tassenstößen draussen hatte ist da ja jetzt auch kein Akt mehr. Ich wollte mir erst eine Vorrichtung bauen mit der ich Preßluft durch das Kerzenloch in den Zylinder drücke um die Ventile hochzuhalten. Ich habe aber schnell gemerkt, das ich das garnicht brauche. Ich habe einen Metallstab in das Kerzenloch eingeführt um den Kolben auf OT zu drehen. Danach fällt das Ventil max. 10mm in dem Brennraum. Das heißt es kann also gar nicht weg. Ich war so in der Lage das ganze im eingebautem Zustand zu machen ... ohne großes TamTam. Es kostet zwar einiges an Arbeitszeit und hält ganzschön auf ... dafür weiß ich jetzt das die Ventilschaftdichtungen NEU=TREU sind.
Bei der Demontage hatte ich festgestellt das einzele Einlaßventile nicht richtig geschlossen haben da das Ventilspiel zu eng war. Man sah es deutlich an den Ablagerungen am Ventiltelleroberrand im Ansaugtrakt ... und die Ventilspielmessungen haben das bestätigt. Ausserdem bin ich davon überzeugt das min eine Auspuffkrümmerdichtung undicht war. Das hat z7ur Folge das Sauerstoff in das Abgas kam und die Lambdasonde gegengeregelt hat. Dadurch wurden dann 3 Zylinder überfettet.
Mir ist schon etwas komisch bei dem Gedanken, das ich hier in einer Rakete sitze, welches aus den Zuschlägen an den billigsten Anbieter entstanden ist. Zitat von Neil Armstrong (Erster Mensch auf dem Mond)
Hallo Dieter,
ich habe mir die Fotos mit den Ventildeckeldichtungen angesehen. Leider muss ich feststellen, dass die äußere Dichtung zu viel Überstand hat, wenn Du mir auf der Zeichnung die Änderungen einträgt, dann korrigiere ich das noch. Alfred ist bestimmt bereit nochmals eine neue Dichtung anzufertigen.
Ich habe damals das erste Muster mit der Originaldichtung von Dietmar verglichen und nur geringe Abweichungen festgestellt, die ich noch korrigiert habe. Um Zeit zu sparen hat Alfred Dir dann die Dichtung direkt zugesendet.
Tut mir leid Dieter, aber wenn der Motor noch nicht im Rahmen ist können wir das noch korrigieren.
wenn die Dichtung aus schwarzem Material ist sieht das keiner und wenn es mich stören würde ... könnte ich das mit einen Skalpell ganz schnell abschneiden. Ich persönlich würde an der Dichtung nichts mehr ändern. Zum einen gibt es Fertigungstolleranzen ... und man kann ohnehin jetzt nicht für jeden die Individuelle Dichtung herstellen.
Zum anderen hatte ich festgestellt das bei der Originaldichtung der Kasus Knacktus an der Positionierung der Einlaßrohre liegt. Da hatte nämlich meine Originaldichtung in den Ansaugtrakt reingeragt und somit den Querschnitt verengt bzw. das Strömungsverhalten negativ beeinflußt. Eben dieses Problem habe ich mit der von dir gezeichneten und von Alfred gefertigten Dichtung nicht. Ich finde sie paßt da wo sie passen soll perfekt ... besser wie das Original ... alles andere ist Kosmetik.
Mir ist schon etwas komisch bei dem Gedanken, das ich hier in einer Rakete sitze, welches aus den Zuschlägen an den billigsten Anbieter entstanden ist. Zitat von Neil Armstrong (Erster Mensch auf dem Mond)
Hallo Dieter
Ich habe auf dem Foto gesehen, das Du die Ventildeckeldicht aus der grünen Klingersil gefertigt hast.
Ich gebe zu bedenken, das alles was heißer wird wie warmes Wasser, setzt diesem Materiel so zu, das es hart wird.
Ich habe in meinem Beruf viel Erfahrung gesammelt mit Dichtungsmaterialien.
Revision von Industriearmaturen in allen Bereichen. (Chemie, Petrochemie, Kraftwerke, Müllverbrennungen)
Ist dieses Dichtungsmaterial Werkseitig verbaut ? War die alte Dichtung nicht steinhart ?
Wenn sie noch flexibel war dann ist es ja ok.
Du kannst Dir das aber auch auf der Homepage von Klinger ansehen.
Die verschiedenen Dichtungsmaterialien von Klinger ( C4400 ) und die Beständigkeit.
Wobei hier immer die Temperatur stiefmütterlich beachtet wird. Darum die Frage, war die alte Dichtung weich oder hart u brüchig.
Es gibt noch andere (bessere ) Hersteller : Hecker, Frenzelit, usw
Die alte Dichtung (Werkseitig) war aus schwarzem Material und mit einer Dichtmasse bedruckt. (obwohl es da wohl auch 3 Sorten Dichtung gab bis die richtige ab Werk gefunden war) Allerdings war z.B. die Kupplungsdeckeldichtung ... die ganz sicher genauso warm wird ... aus dem selben grünen Material wie ich es jetzt verwende. Ich habe die Dichtung zusätzlich noch mit einer ganz dünnen hoch hitzefesten Dichtsilikonraupe bespritzt. Gerade beim Ventildeckel habe ich wegen der Mitabdichtung des Ansaugtraktes min 5x alle 15 min die Schrauben nochmal mit dem Drehmomentschlüssel nachgezogen damit sich die Dichtmasse wirklich gleichmäßig verteilt und FLÄCHIG dichtet.
Mir macht es einen guten und soliden Eindruck. Man kann natürlich alles schwarz reden ... und sicherlich wird die Horex auch nicht auf den Mond fliegen ... deshalb schau ich mal wie sich das entwickelt. In 5 Jahren weis ich mehr.
Mir ist schon etwas komisch bei dem Gedanken, das ich hier in einer Rakete sitze, welches aus den Zuschlägen an den billigsten Anbieter entstanden ist. Zitat von Neil Armstrong (Erster Mensch auf dem Mond)
Moin Dieter !
Ich möchte nichts schwarz reden und Dir auch keine Sorgen wegen der Dichtung bereiten.
Ich rede nur aus Erfahrung mit vielen Dichtungsmaterialien.
Daher meine Bedenken. Zusätzliche Dichtungspaste (Silikon) dichtet mit ab, aber hat mit der Aushärtung der Klingersil Dicht.
nichts zu tun.
In 5 Jahren wissen wir mehr.
an den Feiertagen ... und final Heute ging es weiter. Der Motor ist drinne, Öl und Kühlwasser drinne, alle Kabels und die Ansaugbrücke wieder dran, Kette drauf. Einzig die Endtöpfe fehlen noch weil ich mir da noch was bauen will. Ich war heute am überlegen ob ich den Motor versuche zu starten ... da der neue Kettenspanner ja erst bei Öldruck spannt ... und der Motor inkl. Filter komplett leer waren. Ich bin der Versuchung erlegen. Der Motor schnurrt wie ein Kätzchen und der Papa hat über das ganze Gesicht gestrahlt. Gerade ohne Endtöpfe in meiner kleinen Holzbude ... wie in der Boxengasse. Herrlich dieser Klang. Hatte ich mich schonmal beim Herr Neese dafür bedankt ... ich glaube schon 10x ... also nochmal ... danke für den Ohrenerguss. ES LEBT WIEDER.
Mir ist schon etwas komisch bei dem Gedanken, das ich hier in einer Rakete sitze, welches aus den Zuschlägen an den billigsten Anbieter entstanden ist. Zitat von Neil Armstrong (Erster Mensch auf dem Mond)
Toll, dann hat sich die ganze Arbeit wohl gelohnt!!!
Dann mach doch die Endtöpfe kurz provisorisch dran und fahr bei diesem Wetter noch ne kleine Runde...
Viel Spaß dabei!!!